Tag 24 – Von Lauwersoog bis Steendam

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Heute ist Sonntag. Der Sonntag der wogentlich unser Ruhetag hätte sein sollen. Das wir uns aber gestern für unseren Verbleib in Lauwersoog schon um die Mittagszeit entschieden hatten, gingen wir es heute etwas ruhiger an und hatten ungeachtet unseres Fressflashs von gestern ein doch opulentes Sonntagsfrühstück aus im Gaskocher gebackenes Brot mit Selleriesalat, Müsli mit Schokimilch und Honigmelone. Wir hatten auch keine Eile, denn es goss aus Kübeln! Als es etwas aufklarte, packten wir alles zusammen und machten uns auf dem Weg nach Groningen. Dabei stellten wir fest, dass unser täglicher Fahrradkoller immer früher auszubrechen scheint. Also redeten wir wieder großen UnfuCH zusammen und schossen die blödesten, peinlichsten Fotos. Trotzdem gaben wir Gas dabei und erreichten zum nächsten starken Regenschauer gegen halb 3 das Stadtzentrum.
Irgendwie hatten wir dann keine große Lust und die Stadt anzusehen, da bei dem Wetter alles aussah wie Bäh! Dennoch taten wir etwas für unsere Beinmuskulatur (wird ja sonst nicht beansprucht) und bestiegen die 370 Stufen des Martinskirchturms. Danach ging es ab den holländische traditionellen Kebap auszuchecken. Frisch gestärkt führen wir weiter Richtung Grenze, doch gegen 18Uhr fanden wir kurz vor Steendam einen kleinen Strand und eine dahinterliegende Grünfläche, wo wir unsere Zelte aufstellten. Zunächst deuteten einige Tropfen an, dass wir ins beeilen sollten, bevor der dritte Schauer nieder ging. Doch als wir beide Zelte aufgestellt hatten, verschwanden alle Regenwolken und bei herrlichen Sonnenschein aßen wir unser letzten Pestonudeln auf holländischen Boden. Zum Abschluss gab es den schönsten Sonnenuntergang der diesjährigen Reise.

Gedanke des Tages: Morgen fahren wir über die Grenze nach Deutschland. Von da aus fahren wir nicht den direkten Weg über Bremen sondern natürlich auch hier geht es zunächst weiter nach Norden zum Nordseeküstenradweg. Langsam fange ich schon an die Reise bzw. alle Reisen auf dem North Sea Cycle Route Revue passieren zu lassen. Was ich alles erlebt habe, wer ich damals war, wer ich jetzt bin, was ich noch erleben will. Wie bei allen Reisen würde ich nichts dagegen haben auch noch weiter zu fahren. Mein Zuhause (mein Zelt) und ein guter Freund sind ja immer dabei. :-) Aber natürlich freue ich mich auch auf meine andere Wohnung, auf Familie und Freunde. Noch 4 Tage, dann ist diese Reise, dieser wichtige Lebensabschnitt vorbei……

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