Tag 17 – Von Hoofdplaat bis Antwerpen

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Das gute Grimbergen verfehlte seine Wirkung nicht und nach einem Baby-gleichen Schlaf wachten wir ca. kurz vor 9Uhr auf. Einzig von pöbelten Jungvolk wurden wir nachts kurz geweckt, die wohl besoffen zu den “Wildcampern” wollten. Wohlgemerkt es waren Deutsche. Auf der ganzen Reise hatte ich immer freundliche Menschen getroffen, während ich wild zeltete. Nur die Deutschen pikieren dich, sogar im Ausland. Ich liebe meine Landsleute! Danach folgten Frühstück und Packen. Als ChrisB die letzten Vorbereitungen traf, kam ich und später wir beide mit Familie Schäfer aus Saarbrücken ins Gespräch, die dort Ohren Urlaub machten. Super nette Leute!
Danach ging es Richtung Terneuzen, wo bei einem Supermarkt erst mal schön Mittach gemacht wurde. In dann ging es mal wieder los… mit einem kräftigen Platzregen. Was folgten waren immer wieder Pausen: Entweder zum Anziehen oder zum Ausziehen der Rehenkleidung. Während ich schon eine leichte Gleichgültigkeit dem gegenüber verspüre, scheint ChrisB das noch etwas mitzunehmen. Generell ist es so und das finde ich ziemlich blöd von mir, dass ich oft denke: Oh Mann, wenn der mal meine Erfahrung gemacht hätte. Oft ist es so, dass ich meinen Kumpel als “Mick von 2011″ also meiner ersten Radreise, ansehe. Während ich im Bezug auf die Tagesstruktur, der Fahrzeit und des Lagerlebens mittlerweile ziemlich routiniert bin, ist für ChrisB alles noch neu und etwas unkoordiniert. Das bringt aber auch mit sich, dass für ihn alles aufregend und spektakulär ist. Oft macht er Fotos von alten Gebäuden und Landschaften, während ich denke, dass wir nur wieder etwas Zeit verlieren und somit nicht vorwärts kommen. Ich finde es schade, dass ich mir genau diese Einstellung nicht bewahrt habe, sondern durch Land X nur noch durchfahre, um nachher sagen zu können, dass ich da war…. Mmmh, jetzt wirds wieder tiefsinnig, also weiter im Text. Der Regen blieb unser ständige Begleiter bis wir endlich Antwerpen erreicht hatten. Da es schon kurz vor 18Uhr war, suchten wir den nächsten Campingplatz, um noch Zeit für die Stadt zu haben, damit wir nicht umsonst hier her gefahren wären. Nachdem dieser gefunden war und uns der verplante Joe von Campingplatzmanager einen Stellplatz zuwies, ging es nach der Dusche und nem Plausch mit unseren holländischen Nachbarn ab in die Stadt, wo wir über den St. Annentunnel ins Zentrum gelangten und zunächst von der Gigantonomie der dortigen Kathedrale fast erschlagen wurden. Danach ging es zu einem traditionellen belgischen Restaurant… mit griechischer Küche. Nach einer anschließenden original belgisch belgischen Waffel ( ;-) ) war dann unser Blutzuckerspiegel zwar in ebenso großen Höhen wie der Turm der Kathedrale, aber wir radelte glücklich, gesättigt und zufrieden Richtung Campingplatz, um in den Schlafsack zu fallen.

Gedanke des Tages: Ich wollte von Anfang an nicht, das ChrisB ein Mitläufer… ähhhhh Mitfahrer wird, sondern wir als Team diese Reise durchziehen. Langsam sollte Ich danach handeln!

One comment

  1. Jutta says:

    Es freut uns sehr, dass wir in deinem Blog Erwähnung gefunden haben. Es war auch für uns eine sehr nette Begegnung. Viele Grüße, natürlich auch an Christian. Solltet ihr, allein oder mit Begleitung, mal die Bundesrepublik umrunden oder aus anderen Gründen durch Saarbrücken kommen, dann seid ihr bei uns herzlich willkommen!

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