Tag 16 – “The BikeBros begin” oder “Von Brügge bis Hoofdplaat”

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Gestern hatte es ChrisB dann doch geschafft, such durch die Nacht zum Campingplatz Memling durchzukämpfen. Um 22:30 war das erste wonach es ihm dürstete zunächst eine wohlverdiente Dusche bevor ich ihm dann noch, ganz hausmütterlich, einen Topf Hähnchen Curry mit Reis zubereitete. Bis Mitternacht unterhielten wir uns noch im Zelt. Das ging, weil wir uns mein Micra2 zu zweit teilen mussten, da der Campingplatz, Festival-gleich überfüllt war, hatte ich ihn reingeschmuggelt. Morgens machten wir uns fertig und frühstückten bei einer überdachten Holzbank, bevor wir uns noch mal Brügge zu Gemüte führten. Die St. Salvador Kathedrale, eine Portion belgische Fries und ein Besuch des Belfriedturms standen auf der touristischen Tagesordnung. Danach führen wir (erst) gegen 15h aus der vollkommen überfüllten Stadt heraus und machten unsere ersten Pedaltritte als Bikerteam. Für mich nicht ohne Anpassungsschwierigkeiten, nach all den einsamen Wochen dieser und der letzten Touren. Insbesondere bei der letzten Tour fühlte ich mich spätestens nach drei Wochen sehr einsam. Nun hatte ich jemanden an meiner Seite. Jedoch muss man hier auch Kompromisse eingehen, kann nicht nur tun und machen was man will, sondern muss sich gegenseitig abstimmen. Weiterhin muss jeder mit dem anderen klarkommen unabsichtlich abstimmen. Das klingt im Moment nach sehr viel Arbeit und Anpassung und sehe das aber sehr positiv und hoffe dass wir uns schnell aufeinander einstellen. Zunächst war ChrisB bereit heute wieder ca. 60Km zu fahren, obwohl er von den letzten zwei Tagen in dem er aus dem Stand fast 250Km fuhr, noch sehr fertig war. Ich hingegen war bereit, von der eigentlichen Strecke abzuweichen und nicht mit der Fähre nach Vlissingen überzusetzten. Stattdessen führen wir weiter Richtung Osten, um uns am morgigen Sonntag Antwerpen anzusehen. Danach geht’s zurück nach Holland! Eine gute Tat haben wir heute auch schon getan, indem wir einem spanischen Pärchen halfen, ihr Fahrradpedal wieder festzuschrauben. Ob uns eine höhere Macht oder das Schicksal dafür belohnte, als wir nach einigen Kilometern einen kleinen Strandabschnitt sahen, der uns praktisch dazu einlud, bei ihm zu nächtigen. Wir bereiteten zuerst ein opulentes Outdoor-Mahl zu, bevor wir unter den Augen der deutschen Touris unsere Zelte aufstellten und unseren ersten gemeinsamen Bikertag mit einem köstlichen Grimbergen bei Sonnenuntergang fecht-fröhlich beschlossen.

Gedanke des Tages: Diese Reise ist nicht mehr nun mein Baby. Wir sind nun ein Team und wir werden sie schon erfolgreich zuende bringen, auch wenn es Kompromisse fordern wird.

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