Tag 15 – Von Langevåg bis Skudeneshavn

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Aufgestanden und der befürchtete Fliegen und Moskitoangriff hielt sich in Grenzen. Ich packte zusammen und als ich noch nicht ganz fertig war, kam die Fähre, egal ich nehm die nächste … oh, die kommt in einer Stunde! Naja, ich machte am Anleger ein kleines Frühstück. Neben meinen Makrelen aus der Dose hatte jemand seine Kaffeekanne am Rastplatz neben den Anleger vergessen. Nachdem ich kein Rattengift oder Urin roch, sondern frischen und noch heißen Kaffee, war somit mein Frühstück königlich! Makrelen und Kaffee, was will man mehr? ;-)


Dann für 31 Kronen ab nach Buavågen. Von dort aus ging es der Nationalroute lang bis nach Haugesund. Nach einer deftigen Brotzeit an einem Supermarkt und nachdem ein 5jähriger kurz von seinem Fahrrad fiel, als er Camilla (das Huhn) sah, war dann auch schon Haugesund erreicht. Kaum angekommen schnackte mich ein Norweger an, der gerade von seiner Fahrradreise zurückgekommen war. Ist echt krass, dass man in jedem Dorf seine Mitstreiter hat ;-) Er warnte mich noch vor der nächsten Hängebrücke, die sehr schmal sei. Doch zuerst ging es ins Zentrum zum Jazz-Festival. Leider war noch das Kinderprogramm und ich lauschte der norwegischen Version von Charlie Waffles, der irgendein Lied über Eiscreme sang. Dann ging es zur besagten Brücke des Todes. Sie ging über bestimmt 300 Meter in buchstäblich schwindelerregender Höhe auf einem Weg von etwas über einem Meter Breite. Der Wind war so stark dass ich einen Teil schob weil ich Angst hatte auf die Straße abgedrängt zu werden, denn die Autos zischten wie verrückt an mir vorbei. Doch auch die war irgendwann geschafft und dann kam sie heraus: Die Sonne! Alle.Wolken verzogen sich und es war strahlend blauer Himmel. Ein Hochgefühl! So fuhr ich in Skundeneshavn ein, um die Fähre zu nehmen. Dann spielte mein Navi verrückt und ich ging zur TouristInformation. Auf meine Aussage, dass ich mich verfahren hätte, antwortete der tiefenentspannte Mitarbeiter: “You are not lost, you are in Skundeneshavn!” Er sagte mir wo die Fähre abfuhr und auch wann: in etwas über drei Stunden! Dann wäre ich wohl erst um 20Uhr im Stavanger. Das war mir zu spät und suchte und fand einen Zeltplatz mit auf einer Schafsweide mit Blick aufs Meer. Ich hatte schpn um 16Uhr mein Heim aufgebaut und machte jetzt etwas was bisher viel zu selten vorkam: Ich lag nichtstuend in der Sonne herum und tat gar nichts. Hahhh!
Morgen möchte ich die Fähre schon um 6:10 erwischen, damit ich früh ankomme und noch was vom Tag habe.

Tageskilometer: 82,83
Nettozeit: 5:02 Std.
Song des Tages: Ich genieße hin und wieder die Einsamkeit, dennoch wäre etwas Gesellschaft nicht schlecht. Vielleicht morgen wieder irgendwo mit Menschen unterkommen. “Lonely Boy” von den Black Keys

4 Kommentare

  1. [...] Tag 9: Einmal rund um Main-Orkney Tag 10: Von Lerwick nach Lerwick Tag 11: Vom Hostel zur Fähre Tag 12: Von der Fähre bis zum Flughafen Tag 13: Vom Flughafen bis zum Campingplatz in Bergen Tag 14: Von Bergen bis Langevåg Tag 15: Von Langevåg bis Skudeneshavn [...]

  2. Madeleine sagt:

    DU WIRST VERMISST!!!! :-***

  3. Karin sagt:

    Hi Mick,
    ich finde deine Berichte sehr spannend und kurzweilig. Lass Dich vom Regen nicht so fertig machen und komme heil wieder. Hier in Hamburg ist der Sommer endlich wieder da und schaut bei dir oben im Norden bestimmt auch bald vorbei. Geniesse die Zeit und das Leben – wir fiebern mit dir!

  4. Karin Delzer sagt:

    Hallo, Mick!Da schreibt doch jemand an dich ,mit dem gleichen Namen den man mir freundlicherweise vor vielen Jahren aufgedrückt hat, um den Unterschied klar zu stellen, füge ich mit Verlaub nun noch einen Zipfel meines Nachnamens hinzu…Ach, und weil du uns so gut unterhälst, spendiere ich dir doch glatt noch ein paar Tage von meinem Resturlaub…Naja, falls du den Rückweg nicht so schnittig hinkriegst..LG Karin D.

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