Tag 1 – Von Hamburg nach Edinburgh

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Schließlich, letztlich und endlich liege ich jetzt in meinem Zelt auf einer Wiese mitten in Edinburgh. Es war ein unsicherer Weg bis hier. Über Wochen war diese Reise immer wieder kurz vor der Absage, da mein Vater lebensbedrohlich krank wurde. Zwar geht es ihm jetzt etwas besser, dennoch bin ich angesichts einer schwerwiegenden OP, die übernächste Woche stattfinden soll, nicht ganz hier in Schottland.
Naja, ich habe wie immer, nicht viel geschlafen. So rannte ich durch meine Wohnung und packte alles zusammen, packte es aus und packte es wieder zusammen. Irgendwann war es höchste Zeit loszufahren.
Am Flughafen per Bahn angekommen, packte ich alle Sachen um. Seitentaschen ineinander, mit Klamotten und Bücher gefüllt, damit ich sie als Handgepäck mitnehmen kann. Die große Tasche wurde zur Aufgabe mit allen bösen Sachen gefüllt (Essen, Werkzeug und alles andere). Neben meiner Seitentasche hoch 2,wollte ich auch meine Lenkertasche mit Elektronik mitnehmen. Ich stellte mich in die Schlange, die sich durch die ganze Halle… schlängelte.
Dann erfuhr ich, dass man aber nur eine Tasche als Handgepäck mitnehmen darf.
Also musste ich die Lenkertasche auch noch irgendwie reinquetschen, da anderenfalls eine Gebühr von 50Euro fällig gewesen wäre – nur für die Lenkertasche!!! Ich schaffte es und musste auch noch das Rad bezahlen. Also huschte ich zur anderen Seite der Halle zum nächsten Schalter. “Passierschein A38″ schoss mir durch den Kopf… Dann sagte mir noch die Mitarbeiterin, dass ich Geld sparen könnte. Wenn ich auch gleich den Radtransport für den Rückflug bezahle. “Nein, ich fahre selbst wieder zurück”.
1a“Ja sag ich doch”, antwortete sie, “also kannst du ein Sportpaketpreis buchen und Geld sparen.” Als ich ihr sagte, dass ich MIT DEM RAD zurückfahren, fiel sie fast vom Stuhl!
35 Euro später, war es geschafft und ich ging zum Gate. Mal wieder alleine fliegen und die Flugangst mit sich selbst ausmachen. 2 Liter Baldrian später, war ich auch schon in Edinburgh. Und nach der Aufwartung samt Scan meines Perso bei Scotland Yard, wurde ich mit einem freundlichen “Viel Gluck” verabschiedet, um meine Sachen und auch dann Camilla (mein Fahrrad) in Empfang zu nehmen. Fertig gemacht, ging es den selben Weg wie letztes Jahr zum Outdoor-Händler eine Gaskartusche und Wasser zum kochen kaufen. War super witzig, da ich den Weg noch verinnerlicht hatte und Flashbacks bekam. Ich schaffte alles vor Ladenschluss und haute mein Zelt hinter der Hecke eines Radweges hin.
Morgen geht es richtig los!
Auf ins Abenteuer! :-)
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Song des Tages und Hoffnung der Tour: Aufgrund eines lieben Posts vom MagischenFC ist mein Song des ersten Tages der letzten Bike4Rights-Reise … “Gimme Shelter” von den Rolling Stones

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