Tour 2013

Tag 10 – Von Beccles bis Colchester

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Ich machte einen Spalt der Zelttür auf und zu meiner Überraschung war ein strahlend blauer Himmel und die Sonne da um mich zu begrüßen. Ich hatte fest damit gerechnet, dass mir ein paar Regentag bevorsteht, dich Pustekuchen. Es war ein herrlicher Morgen und nach dem Frühstück und dem Packen konnte ich ein Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht kriegen. Schon nach einer Stunde wollte ich in Halesworth die zweite Frühstückspause einlegen. Ich wollte diese aber kurz machen. Doch ich hatte nicht mit Tom gerechnet. :-) Continue reading “Tag 10 – Von Beccles bis Colchester” »

Tag 11 – Von Colchester bis Rochester

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Bis auf einige neugierige Hunde, verlief die Nacht ruhig, aber heute stand eine Dusche an – das nahm ich mir vor, als ich um halb 7 alles fertig machte und mich mit meinem lädierten Achterdeck in den Sattel schwang. Es ging wieder der Route 1 entlang, die schon bald auf die 13 wechseln sollte. Ziel sollte es sein möglichst nahe an Dover heranzukommen. Gleichbedeutend mit meiner Fähre nach Dunkerque – zurück auf den heimischen Kontinent. :-)
Es war wieder ein sonniger Morgen und ich fuhr immer wieder durch kleinere Ortschaften vorbei. Dann kam mir eine Gruppe von ca. 10 (wohlentwickelten) Mädels entgegen. ALLE (bis auf eine) in WEIßEN Oberteilen!!! Wo ist dieser verdammte Schauer, wenn man ihn ein einziges, nur ein einziges Mal braucht?!?!?!? Continue reading “Tag 11 – Von Colchester bis Rochester” »

Tag 12 – Von Rochester bis Dover

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Heute sollte also der Tag sein, mit dem ich die Tour durch Großbritannien beende. Aber der Reihe nach… Zunächst machte ich mich auf, den “leeren Campingplatz” zu verlassen. Nicht ohne dem Mann, der mich gestern hier nächtigen ließ weil Amnesty ihn mal geholfen hatte, mit einem kurzen Brief zu bedanken. Danach hatte ich nur noch eines: Hunger. Oh, eine Tanke…. Nein, in der nächsten Stadt wird dick eingekauft. Doch das war ein Fehler, denn die nächste Stadt, Ashford, war 30 Km entfernt. Also fuhr ich etwas ab der Strecke. Schade eigentlich, denn die Route 17 war bisher ein flacher, gut zu fahrender Traum. Ich steuerte “Christopher’s Village Shop” an und deckte mich mit Sandwiches ein. Im Shop sah ich noch das Ambrosia für meinen lädierten Po, vergaß es aber zunächst. Continue reading “Tag 12 – Von Rochester bis Dover” »

Tag 13 – Ruhetag in Dover

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Song des Tages:
“Langsam” von den Wise Guys

Tag 14 – Von Dover über die Dunkerquer Autobahn bis nach Brügge

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Wann sollte ich die, alle 2 Stunden fahrende, Fähre nehmen? Um 4,6,8 oder 10 Uhr. Die Fahrzeit sollte 2 Stunden betragen. Dazu käme aber ja noch die Extra MEZ Stunde drauf. Könnte ich es bis Brügge schaffen, wenn ich erst um 13Uhr starten sollte. Ich ließ das Schicksal entscheiden und schaute wann ich aufwache. Nach dem Ruhetag war klar, dass ich total fit sein würde. Hatte ich doch schließlich nichts gemacht, als mich morgens beim Bäcker eingedeckt, die (britsche) Times gelesen, Sodoku gespielt, Buch weiter gelesen und mich defacto beim Staff vom Kingsdown Campingsite eingemietet und mit denen den halben Tag geklönschnackt. So wachte ich also rechtzeitig zum atemberaubenden Sonnenaufgang auf, machte alles fertig und mich auf dem Weg zum Dock. Ich hatte mich entschieden die Fähre um 8Uhr zu nehmen. Wäre doch machbar, wenn ich um 6Uhr vom 12Km entfernten Campingplatz starte, oder? Ich kam gut durch und fuhr rechtzeitig zum Dock, um von einem Sicherheitsmann zu erfahren, dass ich am Cruise Terminal wäre. Ich sollte mich also für eine Kreuzfahrt entscheiden oder auf die andere Seite des Hafens fahren. Continue reading “Tag 14 – Von Dover über die Dunkerquer Autobahn bis nach Brügge” »

Tag 15 – “Ein Tag in Brügge” und “Warten auf ChrisB”

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Sehr entspannt, aber nicht vollkommen ausgeschlafen, wachte ich um 7Uhr auf. Gestern hatte ich noch mit einigen anderen Campingplatz – Besucher gesprochen. Kunststück! War er doch so voll, dass er auch als Festival – Zeltplatz hätte durchgehen können. Danach kaufte ich mir noch ein WiFi Ticket für eine Stunde und sah im Zelt über YouTube das Lollapalooza Konzert meiner Lieblingsband Nine Inch Nails, dass sie vor einigen Tagen spielten… Natürlich auf Kopfhörer! Continue reading “Tag 15 – “Ein Tag in Brügge” und “Warten auf ChrisB”” »

Tag 16 – “The BikeBros begin” oder “Von Brügge bis Hoofdplaat”

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Gestern hatte es ChrisB dann doch geschafft, such durch die Nacht zum Campingplatz Memling durchzukämpfen. Um 22:30 war das erste wonach es ihm dürstete zunächst eine wohlverdiente Dusche bevor ich ihm dann noch, ganz hausmütterlich, einen Topf Hähnchen Curry mit Reis zubereitete. Bis Mitternacht unterhielten wir uns noch im Zelt. Das ging, weil wir uns mein Micra2 zu zweit teilen mussten, da der Campingplatz, Festival-gleich überfüllt war, hatte ich ihn reingeschmuggelt. Morgens machten wir uns fertig und frühstückten bei einer überdachten Holzbank, bevor wir uns noch mal Brügge zu Gemüte führten. Die St. Salvador Kathedrale, eine Portion belgische Fries und ein Besuch des Belfriedturms standen auf der touristischen Tagesordnung. Continue reading “Tag 16 – “The BikeBros begin” oder “Von Brügge bis Hoofdplaat”” »

Tag 17 – Von Hoofdplaat bis Antwerpen

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Das gute Grimbergen verfehlte seine Wirkung nicht und nach einem Baby-gleichen Schlaf wachten wir ca. kurz vor 9Uhr auf. Einzig von pöbelten Jungvolk wurden wir nachts kurz geweckt, die wohl besoffen zu den “Wildcampern” wollten. Wohlgemerkt es waren Deutsche. Auf der ganzen Reise hatte ich immer freundliche Menschen getroffen, während ich wild zeltete. Nur die Deutschen pikieren dich, sogar im Ausland. Ich liebe meine Landsleute! Danach folgten Frühstück und Packen. Als ChrisB die letzten Vorbereitungen traf, kam ich und später wir beide mit Familie Schäfer aus Saarbrücken ins Gespräch, die dort Ohren Urlaub machten. Super nette Leute! Continue reading “Tag 17 – Von Hoofdplaat bis Antwerpen” »

Tag 18 – Von Antwerpen bis zur Zeelandbrücke

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Nach dem top Abend gestern, hieß es heute sich von Belgien zu verabschieden. Das taten wir indem wir uns nachdem wir uns fertig machten und unsere Räder “Camilla” und “The Queen” bepackten mit einem weiteren Besuch der Antwerpener Innenstadt durch den Sint Annentunnel. Danach besuchten wir die Kathedrale samt Kunstausstellung. Danach durfte natürlich ein Besuch im TinTin bzw. “Tim und Strippi” Shop nicht fehlen, als auch noch einmal sich durch das belgische Schokoladengeschäft durchzufuttern. Danach ging es los Richtung Nordwesten mit dem Ziel so bald wie möglich wieder den Nordseeküstenradweg zu erreichen. Dabei ging es kurz hinter Antwerpen durch malerische Chemiefabrikkomplexe gefolgt von einem Rauchfrontänen ausstoßenden AKW. Dann passierten wir die holländische Grenze und der bedeckte Himmel wurde allmählich klarer und die Sonne gewann mehr und mehr die Oberland. Schließlich gelangten wir auf die Schelde-Rhein-Route. Continue reading “Tag 18 – Von Antwerpen bis zur Zeelandbrücke” »

Tag 19 – Von der Zeelandbrücke bis Hoek von Holland

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Ich wurde kurz wach und guckte auf die Uhr. Sie zeigte gerade 2Uhr nachts. Wind ließ das Zelt erheblich wackeln. Doch der Wind wurde nicht schwächer, sondern immer stärker und plötzlich ging ein Regenschauer mit ziemlich großen Tropfen nieder, die so stark waten, dass ich fürchtete, sie würden das Zelt zerreißen. Für eine viertel Stunde fühlte ich mich wieder wie in den schottischen Highlands, doch um Punkt 2:15h war alles wieder vorbei und 5 Stunden später erwachte ich um, wie vorher angewiesen, weckte ich mit meiner zartesten Stimmen ChrisB. Nachdem ich dies mit einem Medley der miesesten Popsongs endlich schaffte, frühstückten wir, um uns dann der Überquerung der ca. 5Km langen Zeelandbrücke zu widmen. Continue reading “Tag 19 – Von der Zeelandbrücke bis Hoek von Holland” »