Tour 2013

BIKE4RIGHTS 2013 geht endlich los!!!!

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Liebe Freunde!
Es ist soweit. Nach Wochen der Unsicherheit, aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung meines Vaters, ob ich nun fahren soll oder nicht, werde ich morgen zu meiner letzten Etappe für Bike4Rights starten! Diese führt mich mit dem Flugzeug nach Edinburgh und von dort mit meinem Fahrrad Camilla südlich entlang der Nordsee bis zur Fähre von Dover nach Dunkerque. Von dort geht es radelnd durch Frankreich, Belgien, den Niederlanden und zurück nach Deutschland! In Belgien werde ich dann mit einem guten Freund Seit an Seit Richtung Hamburg fahren! Eine Strecke von insgesamt ca. 2000Km. Wenn ich es schaffen sollte, hätte ich mit den Reisen aus den Jahren 2011 & 2012, einmal die Nordsee auf dem „North Sea Cycle Route“ mit dem Fahrrad umrundet. Continue reading “BIKE4RIGHTS 2013 geht endlich los!!!!” »

Tag 1 – Von Hamburg nach Edinburgh

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Schließlich, letztlich und endlich liege ich jetzt in meinem Zelt auf einer Wiese mitten in Edinburgh. Es war ein unsicherer Weg bis hier. Über Wochen war diese Reise immer wieder kurz vor der Absage, da mein Vater lebensbedrohlich krank wurde. Zwar geht es ihm jetzt etwas besser, dennoch bin ich angesichts einer schwerwiegenden OP, die übernächste Woche stattfinden soll, nicht ganz hier in Schottland.
Naja, ich habe wie immer, nicht viel geschlafen. So rannte ich durch meine Wohnung und packte alles zusammen, packte es aus und packte es wieder zusammen. Irgendwann war es höchste Zeit loszufahren. Continue reading “Tag 1 – Von Hamburg nach Edinburgh” »

Tag 2 – Von Edinburgh bis Berwick upon Tweet

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Unglaublich! Selbst die Nacht war so warm, dass ich den Schlafsack gar nicht zuziehen musste!
Schnell noch zum Supermarkt um nach kleinen Tetrapacks Sojamilch zu schauen, doch die fande ich leider nicht, also gab es Sandwiches. Kürze Zeit später, radelte ich los. Ein tolles Gefühl wieder auf Tour zu sein und dann bei dem Wetter. Das war so großartig, dass selbst die Luft in der Ferne flimmerte! War ich in Venice?? Nein, ich war in Shitake…. ähhhhh am Portobello Beach. Bei jedem geknipsten Foto, kam ich ins Gespräch mit Leuten. Weiter ging es durch den Bruuuuuns.. tschulle.. ich meine Brunsdale Mill Park. Eine kleine schöne Strecke, aber auch immer mit Schlammlöcher und Kieswegen… und dann plötzlich kam ich wieder zum selben Schild, der am Eingang war.. ES WAR DER EINGANG! Ich war im Kreis gefahren. :-( Continue reading “Tag 2 – Von Edinburgh bis Berwick upon Tweet” »

Tag 3 – Von Berwick bis kurz hinter Ashington

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Es war eine unruhige Nacht hinter der Hecke, denn davor waren einige Parkbänke auf denen sich die Dorfjungend breit gemacht hatte. Erst gegen 3Uhr waren sie verschwunden ohne glücklicherweise auf mein Zelt uriniert zu haben. Geweckt wurde ich 2Stunden später von dicken Regentropfen die im Beat auf mein Zeltdach trommelten. Während ich noch mein Sonnenbrand von gestern schmerzte, wurde ich von der grausamen Realität eingeholt, dass der Flieger mich eben nicht auf eine tropische Insel brachte, sondern doch nach Schottland! Ich frühstuckte, packte alles zusammen und zog mir meine Regenklamotten an. Als es nicht mehr in Strömen regnete, passte ich den Moment ab, um das Zelt abzubauen und loszufahren. Continue reading “Tag 3 – Von Berwick bis kurz hinter Ashington” »

Tag 4 – Von Ashington bis Redcar

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Mit Sonne, aber doch ein paar Wolken geweckt. Einige Menschen mit denen ich bereits gestern den einen oder anderen Plausch gehalten hatte, kamen erneut samt Hunden und erkundigten sich nach meiner Nachtruhe. Ich machte mich gegen 9Uhr auf, aber das Quitschen meiner vom Regen ölberaubten Kette beunruhigte mich. Plötzlich überholte mich ein sportlicher, älterer Mann. Ich hinterher und als ich ihn eingeholt hatte und nach einem Laden fragte, der Kettenöl verkauft, sagte der ich solle ihm folgen. Wir unterhielten uns etwas und ca. 15min später waren wir bei einem Geschäft für Autoteile, wo ich 2Pfund in eine kleine Flasche Kettenöl investierte. Ich bedankte und verabschiedete mich von dem Mann und kaum war eine Minute vergangen, kam der nächste Radfahrer neben mir hergefahren. Auch er begleitete mich bis zum Stadtrand von Blyth und warte mich vor den “fuckin’ yorker Autofahrern”. Continue reading “Tag 4 – Von Ashington bis Redcar” »

Tag 5 – Von Redcar nach Scarborough

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Als ich mich fertig machte, gingen schon wieder die ersten Tropfen nieder. Aber, Gott sei’s getrommelt, dauerte der Schauer nicht lange und es ging Richtung Saltburn. Dort angekommen, fuhr ich durch die Gassen und bewunderte die Läden vom Organic- bis zum Church-Shop (WTF!?). Zuvor ging es durch eine Kleingartenkolonie, wo ich die regelrechten Felder vom selbst gezogenem Gemüse bewunderte. Wenig später war das Route 1 Schild dann in Richtung eines bestimmt 25prozentig aufsteigenden Kiesberges gerichtet. 5aIch habe ja aufgehört mich über die Routenführung des NSCR aufzuregen. DU willst, dass ich DA mit nem Fahrrad und 20Kg Gepäck raufsteige?!?!? Kannst du haben, Sackgesicht! Nur leider nahm das die Strecke persönlich und bestrafte mich mit dem “North-York-Äquivalent” der schottischen Highlands! Continue reading “Tag 5 – Von Redcar nach Scarborough” »

Tag 6 – Von Scarborough bis Kingston upon Hull

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Wie sagte C3PO in “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” so schön: “Here we go again!”
So machten Camilla und ich uns auch auf Richtung Dusche in Kingston. Ich fuhr erst gegen 11Uhr los. Das sollte doch zu machen sein die 75Km bis 18Uhr anzureißen, oder? Naja gestern hatte ich aufgrund der Berge für eine ähnlich lange Strecke gute 7 Stunden gebraucht (Pausen nicht mitgerechnet!). Aber die Aussage meines Nachbarn von gestern hatten sich bewahrheitet. Auch wenn kurz nach Scarborough noch einige 25prozentige Aufstiege kamen, war die Strecke durchweg gut fahrbar und dazu noch asphaltiert. Außerdem ging die Straße nach dem beschwerlichen Aufstieg, im Gegensatz zu gestern nicht rasant wieder runter (Erinnerung: Einmal erreichte ich ohne zu treten und mit leichtem Bremsen mal eben 62 Km/h), sondern fielen lange ab, so dass ich fast 3 Km entspannt 30 Km/h fahren konnte, ohne treten zu müssen. Continue reading “Tag 6 – Von Scarborough bis Kingston upon Hull” »

Tag 7 – Von Kingston über New York nach Boston

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Nein, ich habe keinen Sprung durchs Warp-Zeit-Kontinuum gemacht und bin nich in den USA gelandet, aber der Reihe nach: Ich bin super ausgeschlafen in einem richtigen Bett aufgewacht und wurde zusätzlich noch mit Porridge und Kaffee bedient. Nachdem ich dann meine Sachen gepackt, er mir noch beim Tragen geholfen hatte und mich 100x für die unglaubliche Gastfreundschaft bei Patrick bedankt hatte, ging es für mich ab Richtung Humber Bridge. Und die war leicht zu erreichen, wohnte Patrick doch genau 150 Meter von der Route 1 entfernt! So war die gut 2Km lange Hängebrücke auch schnell erreicht und bezwungen. Danach ging es über die Landstraßen durchs Landesinnere. Continue reading “Tag 7 – Von Kingston über New York nach Boston” »

Tag 8 – Von Boston bis Fakenham

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Ich bin ja eigentlich tiefenentspannt und habe auf dem Trip gelernt sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, aber… Gestern Nacht, nach dem Absenden des Blogs, wollte ich noch meine Zähne putzen. Ich campte ja auf einem verwilderten Fusspfad genau hinter einer Industriehalle. Dann gingen in der dunklen Nacht zwei Gestalten direkt an mir vorbei. Ich grüßte freundlich, bekam aber keine Antwort. Als mich der eine ansah, während er an mir vorüber ging, konnte ich ihn durch die Dunkelheit ins Auge blicken……ins einzige was er hatte!!!! Continue reading “Tag 8 – Von Boston bis Fakenham” »

Tag 9 – Von Fakenham bis kurz hinter Beccles

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Nach der Nacht auf dem Campingplatz und den sagenhaften 10Std. Schlaf bin ich ganz tiefenentspannt aufgewacht. Nach einer Portion meines (noch Zuhause zusammengestellten) Kraftmüslis und kleinem Tratsch mit der Campingplatzmutter, war ich kurz nach 9Uhr wieder auf den englischen Straßen. Es sollte abermals ein sehr heißer Tag werden, also holte ich meine Gala-Uniform, also das B4R-Trikot heraus. Was ich dann aber im Laufe des Tages feststellen sollte, ist, dass diese Signalfarbe wie ein Magnet auf Käfer reagiert. :-( Continue reading “Tag 9 – Von Fakenham bis kurz hinter Beccles” »